Home → Business-News

Bewerbung für die Ausbildung: Fehler im Anschreiben vermeiden

Like Tweet Pin it Share Share Email

Für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz nach der Schule brauchen Sie vollständige und verständliche Unterlagen. Im Anschreiben erklären Sie, warum Sie diesen Beruf und Betrieb gewählt haben. Der Lebenslauf und die Anlagen zeigen, welche Erfahrungen und Nachweise Sie mitbringen. Prüfen Sie alle Unterlagen sorgfältig, damit Sie austauschbare Formulierungen, falsche Angaben und fehlende Dokumente finden.

Das Anschreiben auf den Betrieb zuschneiden

Nennen Sie im Anschreiben den Ausbildungsberuf und den Betrieb korrekt und erklären Sie, was Sie an der Ausbildung interessiert und warum Sie sich gerade dort bewerben. Eine Vorlage kann beim Aufbau helfen, sollte aber für jede Bewerbung angepasst werden. Ein falscher Firmenname oder eine andere Berufsbezeichnung fällt besonders schnell auf.

Zeigen Sie Ihre Stärken an einem Beispiel. Die Aussage „Ich bin zuverlässig“ wirkt glaubwürdiger, wenn Sie erklären, woran das zu erkennen ist. Sie können zum Beispiel Ihre regelmäßige Mitarbeit in einem Verein, einen Nebenjob oder Aufgaben während eines Praktikums nennen. Auch schulische Projekte und Erfahrungen aus der Freizeit passen, wenn sie mit der Ausbildung zu tun haben.

Vermeiden Sie lange Floskeln und Sätze, die nur die Stellenanzeige wiederholen. Schreiben Sie stattdessen in eigenen Worten, was Sie an der Tätigkeit reizt und welche Erfahrung dazu passt. Ein aufwendiger oder besonders origineller Einstieg ist dafür nicht nötig. Eine klare Begründung ist hilfreicher als eine Formulierung, die vor allem auffallen soll.

Meist gehören Ihre Kontaktdaten, die Anschrift des Betriebs, Ort und Datum, eine Betreffzeile mit der Ausbildungsstelle und eine persönliche Anrede ins Anschreiben. Wenn die Anzeige eine Ansprechperson nennt, schreiben Sie deren Namen richtig. Eine DIN-A4-Seite ist eine gute Orientierung für die Länge. Erklären Sie Ihre Motivation verständlich und vermeiden Sie unnötige Wiederholungen.

Den Lebenslauf übersichtlich halten

Der Lebenslauf zeigt Ihren bisherigen Weg auf einen Blick. Führen Sie Kontaktdaten, Schulbildung und den angestrebten Abschluss auf. Ergänzen Sie Praktika, Ferienjobs, Freiwilligendienste und weitere Tätigkeiten, wenn sie für die Bewerbung relevant sind. Sprach- und Computerkenntnisse sowie Kurse können ebenfalls hineingehören, wenn sie zur Ausbildung passen.

Ordnen Sie Ihre Stationen so, dass man Ihren Werdegang leicht versteht. Ein antichronologischer Lebenslauf beginnt mit der jüngsten Station. Geben Sie Zeiträume genau an, zum Beispiel mit Monat und Jahr. Beschreiben Sie bei einem passenden Praktikum kurz Ihre Aufgaben: „Einblick in die Warenannahme“ sagt mehr als nur der Name des Betriebs.

Achten Sie darauf, dass Kontaktdaten aktuell sind und Ihre E-Mail-Adresse für eine Bewerbung geeignet wirkt. Wenn zwischen zwei Stationen eine längere Zeit liegt, können Sie kurz erklären, womit Sie sich in dieser Zeit beschäftigt haben. Eine ausführliche Rechtfertigung für jede Unterbrechung ist nicht nötig.

Nur passende Anlagen beifügen

Schulzeugnisse gehören normalerweise zu einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Häufig werden die letzten beiden Zeugnisse verlangt. Entscheidend sind die Angaben in der Stellenanzeige oder im Bewerbungsportal. Fügen Sie außerdem Nachweise über passende Praktika, Kurse oder Qualifikationen bei, wenn sie Ihre Eignung belegen.

Prüfen Sie vor dem Versand, ob das ganze Dokument zu sehen und der Text lesbar ist und ob sich die Datei öffnen lässt. Schicken Sie keine Originalzeugnisse, wenn Kopien oder Scans genügen. Legen Sie keine Unterlagen bei, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben. Sonst sind die passenden Nachweise schwerer zu finden.

Ein Anlagenverzeichnis ist bei wenigen Dokumenten meist nicht nötig. Wenn Sie mehrere Nachweise beilegen, kann eine kurze Übersicht helfen. Bei digitalen Bewerbungen richten Sie Dateiformat und Upload nach den Vorgaben des Betriebs. Eine allgemeingültige Dateigröße gibt es nicht; eine genannte Grenze im Portal hat Vorrang. Auch Bewerbungsfoto und Unterschrift sind nicht pauschal vorgeschrieben. Folgen Sie den jeweiligen Anforderungen.

Flüchtigkeitsfehler vor dem Versand finden

Ein Tippfehler führt nicht automatisch zur Absage. Falsche Namen, veraltete Angaben oder ein Anschreiben für einen anderen Ausbildungsberuf hinterlassen jedoch schnell einen nachlässigen Eindruck. Prüfen Sie deshalb neben der Rechtschreibung auch, ob alle Angaben zu dieser Bewerbung passen.

Lassen Sie Anschreiben und Lebenslauf nach Möglichkeit von einer vertrauten Person gegenlesen. Sie entdeckt oft übersehene Fehler oder unklare Sätze. Öffnen Sie danach die fertigen Dateien selbst noch einmal. So sehen Sie, ob beim Speichern Seiten verrutscht, Zeugnisse abgeschnitten oder Dateien falsch benannt wurden.

Nutzen Sie vor dem Absenden diese kurze Kontrolle:

  • Stimmen Firmenname, Ansprechperson und Ausbildungsberuf?
  • Erklärt das Anschreiben, warum Sie diesen Beruf und Betrieb gewählt haben?
  • Belegen konkrete Beispiele die genannten Stärken?
  • Sind Zeitangaben, Kontaktdaten und Anlagen vollständig und lesbar?
  • Passen Dateiformat und Bewerbungsweg zu den Vorgaben des Betriebs?