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Höhenverstellbare Schreibtische: Kaufberatung für das Büro

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Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch lässt sich per Knopfdruck hoch- und herunterfahren. So kannst du zwischen Sitzen und Stehen wechseln. Prüfe beim Kauf, ob der Höhenbereich passt und genug Platz für Arbeitsmittel und Beine bleibt. Achte auch auf einen stabilen Stand.

Gespeicherte Höhenpositionen und ein Kollisionsschutz erleichtern die Bedienung, gehören aber nicht zur Ausstattung jedes Modells. Der Tisch muss zur Körpergröße der Nutzerinnen und Nutzer passen. Im Alltag solltest du ihn oft genug verstellen können.

Welche Schreibtischgröße passt?

Die Tischplatte sollte Platz für den Bildschirm sowie Tastatur und Maus bieten. Plane auch Fläche für Arbeitsmaterial ein, ohne mehr Raum einzunehmen als nötig. Wie viel Platz du brauchst, hängt davon ab, wie du die Arbeitsmittel anordnest. Diese Vorgaben beziehen sich auf Bildschirmarbeitsplätze und sind keine pauschale Kaufvorgabe für jeden Schreibtisch zu Hause.

Prüfe auch den Platz unter der Tischplatte. Gestell, Querstreben und Schubladen dürfen die Beine und Füße nicht einengen. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 nennt für den Beinraum am Sitzarbeitsplatz eine Breite von mindestens 850 Millimetern. Für Haltungswechsel und Ausgleichsbewegungen sieht sie außerdem eine freie Bewegungsfläche von 1,50 Quadratmetern unmittelbar vor der Arbeitsfläche vor.

Höhenbereich und Stabilität

Der Tisch muss sowohl die passende Sitzhöhe als auch die passende Stehhöhe erreichen. Vergleiche den angegebenen Verstellbereich mit deiner Haltung: Im Sitzen sollen deine Unterarme entspannt auf Höhe der Ellenbogen liegen. Im Stehen gilt derselbe Maßstab. Achte darauf, ob die Herstellerangabe die Tischplatte einschließt, denn deren Stärke beeinflusst die tatsächliche Arbeitshöhe.

Auch ein Tisch mit genormtem Höhenbereich passt nicht automatisch für jede Person. Prüfe deshalb, ob sich der Tisch auf deine Körpergröße und Haltung einstellen lässt.

Ein Tisch sollte auch in der höchsten Position ruhig stehen. Lies nach, wie der Hersteller die Traglast angibt und ob er zwischen dynamischer Traglast während der Bewegung und statischer Traglast im Stillstand unterscheidet. Berücksichtige das Gewicht von Monitoren, Monitorarmen und weiterem Zubehör. Eine hohe Traglast allein sagt nicht, wie stabil der Tisch steht. Prüfe, ob der Hersteller Angaben zur Stabilität bei maximaler Höhe macht, und achte darauf, wie sich das Gestell unter Belastung verhält.

Welche Funktionen lohnen sich?

Die Bedienelemente reichen je nach Modell von einfachen Auf- und Ab-Tasten bis zu einem Bedienfeld mit Höhenanzeige und Speicherplätzen. Gespeicherte Positionen erleichtern häufige Wechsel, weil sich Sitz- und Stehhöhe per Tastendruck abrufen lassen. Wie viele Speicherplätze vorhanden sind, hängt vom Modell ab.

Ein Kollisionsschutz reagiert, wenn der Tisch beim Hoch- oder Herunterfahren auf Widerstand trifft. Je nach Ausführung stoppt die Bewegung oder der Tisch fährt ein Stück zurück. Das reduziert das Risiko von Zusammenstößen, verhindert aber nicht jede Kollision und ersetzt keine freie Bewegungsbahn. Vor dem Verstellen sollten Stühle, Schubladen und andere Hindernisse aus dem Weg stehen.

Kabelwannen und Kabelführungen halten Leitungen von beweglichen Teilen fern. Das ist besonders praktisch, wenn der Tisch häufig verstellt wird. USB-Anschlüsse, Schubladen und Kindersicherungen sind weitere mögliche Extras. Prüfe beim jeweiligen Angebot, ob sie tatsächlich enthalten sind oder zusätzlich kosten. An diesen Extras allein erkennst du weder, ob der Tisch ergonomisch passt, noch wie gut das Gestell ist.

So stellst du den Tisch ein

Stelle zuerst den Stuhl passend ein. Anschließend passt du den Tisch an und richtest Eingabegeräte und Bildschirm aus. Die ASR A6, die Technische Regel für Arbeitsstätten, beschreibt eine aufrechte Sitzhaltung: Der Rücken hat Kontakt zur Lehne, die Füße stehen flach auf dem Boden. Zwischen Ober- und Unterschenkel sowie zwischen Ober- und Unterarm soll der Winkel etwa 90 Grad oder größer sein.

  1. Im Sitzen beginnen: Stelle den Stuhl so ein, dass die Füße vollflächig auf dem Boden stehen und der Rücken die Lehne erreicht.
  2. Tischhöhe anpassen: Hebe oder senke die Platte, bis die Hände etwa auf Ellenbogenhöhe arbeiten. Die Schultern bleiben dabei entspannt.
  3. Tastatur und Maus positionieren: Platziere beide nah genug, damit die Unterarme locker auf der Arbeitsfläche oder den Armlehnen ruhen können.
  4. Bildschirm ausrichten: Richte ihn so aus, dass du den Bildschirm mit entspannter Kopfhaltung gut überblickst. Eine passende Tischhöhe allein sorgt noch nicht für eine gute Bildschirmposition.
  5. Im Stehen nachjustieren: Stelle die Platte erneut so ein, dass die Arme entspannt bleiben und die Schultern nicht hochgezogen werden.

Speichere die ermittelten Sitz- und Stehhöhen, sofern das Bedienfeld Speicherplätze bietet. Prüfe die Positionen anschließend mit deinem tatsächlichen Arbeitsmaterial, denn Monitorarme, Tastatur und Maus verändern die Haltung am Arbeitsplatz.

Sitzen und Stehen abwechseln

Ein Sitz-Steh-Tisch erleichtert den Wechsel der Körperhaltung und kann die Sitzzeit am Arbeitsplatz verringern. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt häufige Haltungswechsel. Ein festes, allgemein gültiges Verhältnis von Sitz- zu Stehzeit legt die ASR A6 in den einschlägigen Passagen jedoch nicht fest.

Eine Cochrane-Übersicht aus dem Jahr 2018 berichtete im Mittel 100 Minuten weniger Sitzen am Arbeitsplatz bei kurzfristiger und 57 Minuten bei mittelfristiger Nachbeobachtung; die Autorinnen und Autoren bewerteten die Evidenz als niedrig. Eine neuere systematische Übersichtsarbeit mit Studien bis Januar 2024 fand ebenfalls verringerte Sitzzeiten, allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen je nach Nachbeobachtungszeitpunkt. Die Studien untersuchten Sitz-Steh-Tische und teils weitere Maßnahmen; daraus folgt keine garantierte Wirkung für ein einzelnes Modell oder eine einzelne Person.

Nutze den Tisch, um langes Sitzen zu unterbrechen. Wechsle dabei auch zwischen Bewegungspausen und verschiedenen Tätigkeiten. Langes Stehen ersetzt Bewegung ebenso wenig wie langes Sitzen.