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Mediatorenausbildung: So können Sie Wirtschaftsmediator werden

Mediatorenausbildung: So können Sie Wirtschaftsmediator werden
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Der Gesetzgeber hat 2016 in der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung bundesweite Standards für die Mediatorenausbildung festgelegt. Daran müssen sich alle Ausbildungsstätten halten, wenn sie ihren Teilnehmern nach bestandener Abschlussprüfung ein gültiges Zertifikat ausstellen wollen. Diese Standards umfassen unter anderem den zeitlichen Mindestumfang und die inhaltlichen Schwerpunkte.

Wie eine Ausbildung zum Wirtschaftsmediator abläuft

Grundsätzlich muss die Kernausbildung zum zertifizierten Mediator aus mindestens 120 Präsenzstunden bestehen und mit einer praktischen Prüfung enden. Zum einen erlernen die Ausbildenden theoretisches Wissen über Themen wie Gesprächsführung und die Besonderheiten von Mediationen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt. Zum anderen wenden sie das theoretische Wissen in Rollenspielen an. In Einzel- und Gruppensupervisionen setzen sie sich kritisch mit ihrem Handeln in diesen Rollenspielen auseinander. Auch nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung und dem Erhalt des Zertifikats müssen Mediatoren Pflichten erfüllen. Dazu zählt die Teilnahme an Fortbildungen, die in Vierjahreszeiträumen mindestens einen Umfang von 40 Stunden haben müssen.

Vielfältige anerkannte Ausbildungsstätten

Es haben sich in Deutschland Organisatoren wie die Deutsche Gesellschaft für Mediatoren in der Wirtschaft etabliert, welche die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und konkretisieren. Sie verleihen Ausbildungsstätten das Recht, eine zertifizierte Mediatorenausbildung anzubieten. Interessierte steht eine breite Auswahl in allen Teilen des Landes zur Verfügung, zu den Anbietern gehören einige private Ausbildungsinstitute und Einrichtungen wie die IHK. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der zeitliche Ablauf. Wer als Wirtschaftsmediator tätig sein möchte, kann bei manchen Instituten zusammenhängende Intensivkurse absolvieren, andere Angebote beinhalten Blockausbildungen wie Wochenendseminare. Auch die Kosten spielen bei der Wahl eine Rolle. Weiterhin unterscheiden sich die Voraussetzungen zur Zulassung zum Lehrgang je nach Anbieter, so können sich entweder Angehörige bestimmter Berufsgruppen wie Steuerberater oder Rechtsanwälte oder in bestimmten Positionen Tätige wie Geschäftsführer oder Personalleiter anmelden oder es muss ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. eine einschlägige Berufserfahrung sowie eine mehrjährige Berufstätigkeit mitgebracht werden.

Bild: Bigstockphoto.com / Daisy Daisy